Früherkennungs- untersuchungen

Gesundheit ist das höchste Gut - sie soll Ihnen bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Dabei helfen können Früherkennungsuntersuchungen.

Früherkennungsuntersuchungen werden in Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) festgelegt und beginnen bereits in der Schwangerschaft.

Mutter und Kind

Durch die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung sollen mögliche Gefahren für Leben und Gesundheit von Mutter oder Kind abgewendet werden. Gesundheitsstörungen sollen rechtzeitig erkannt und – wenn bereits möglich – behandelt werden. Vorrangiges Ziel der ärztlichen Schwangerenvorsorge ist die frühzeitige Erkennung von Risikoschwangerschaften und Risikogeburten. Festgelegt sind die Früherkennungsuntersuchungen für Schwangere in den Mutterschafts-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses.

Kinder und Jugendliche

Für Kinder und Jugendliche findet die erste Untersuchung unmittelbar nach der Geburt statt, die letzte spätestens im 17. Lebensjahr.

Die gesetzlichen Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 sowie J1 sind zwar umfangreich, jedoch weisen sie an einigen Stellen Lücken auf. Mit unserem Premium-Gesundheitsprogramm BKK STARKE KIDS erhält Ihr Kind bundesweit kostenfrei eine lückenlose Vorsorge für alle Entwicklungsphasen vom Baby bis zum Teenager.

Gesundheitsuntersuchung für Erwachsene (Gesundheits-Check-up)

Der Gesundheits-Check-up dient der Früherkennung häufig auftretender Krankheiten, deren Vor- oder Frühstadium sich diagnostizieren lässt und die wirksam behandelt werden können. Bei den ärztlichen Untersuchungen handelt es sich um die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Kranheiten, Nierenerkrankungen und Diabetes.

Seit 1. Januar 2019 haben gesetzlich Versicherte bereits ab 18 Jahren Anspruch auf die erste Check-up-Untersuchung. Dieser Anspruch besteht einmalig bis zum 35. Lebensjahr. Ab 35 Jahren kann der Gesundheits-Check-up alle drei Jahre durchgeführt werden. Aufgrund dieser Änderungen wurde für alle gesetzlich Versicherten festgelegt: Für Versicherte über 35 Jahren, deren letzter Check-up im Jahr 2018 oder später stattgefunden hat, gilt das neue dreijährige Untersuchungsintervall.

Darmkrebsvorsorge

Sowohl Männer als auch Frauen zwischen 50 und 54 Jahren können jährlich einen Stuhltest auf verborgenes (human-okkultes) Blut durchführen lassen.

Frauen ab 55 Jahren haben Anspruch auf eine Spiegelung des Dickdarms (Koloskopie) mit einer Wiederholung nach zehn Jahren oder alternativ eine Stuhluntersuchung alle zwei Jahre.

Männern wird bereits ab einem Alter von 50 Jahren eine Koloskopie angeboten, da das Erkrankungsrisiko bei Männern im Vergleich zu Frauen höher ist. Die Koloskopie kann nach zehn Jahren weiderholt werden. Als Alternative zur Koloskopie können Männer zwischen 50 und 54 Jahren jährlich und ab 55 Jahren alle zwei Jahre einen Stuhltest durchführen lassen.

Versicherte im Alter von 50, 55, 60 und 65 Jahren bekommen ein Einladungsschreiben zur Darmkrebsvorsorge per Post zugeschickt.

Sollten Sie jedoch Beschwerden haben oder wenn es in Ihrer Familie Darmkrebs-Erkrankungen gibt, empfehlen wir Ihnen, mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen.

Krebsfrüherkennung

Die ärztlichen Maßnahmen der Krebsfrüherkennung dienen dazu, mögliche Gefahren für die Gesundheit der Versicherten dadurch abzuwenden, dass aufgefundene Verdachtsfälle eingehend diagnostiziert und erforderlichenfalls rechtzeitig behandelt werden können.

Folgende Krebsfrüherkennungsuntersuchungen gibt es:

Bei Frauen

 AnspruchsalterRhythmusErläuterungen
Gebärmutter-halskrebs ab 20 Jahre jährlich Zervixkarzinom-Screening
Brustkrebs ab 30 Jahre jährlich Tastuntersuchung
von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre Mammographie-Screening
Hautkrebs ab 35 Jahre alle zwei Jahre  
Darmkrebs ab 50 Jahre jährlich Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl
ab 55 Jahre Abhängig von der gewählten Maßnahme

Wahlrecht:
Entweder Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl (alle zwei Jahre)
oder Darmspiegelung (Koloskopie) mit einer Wiederholung nach zehn Jahren

Bei Männern

 AnspruchsalterRhythmusErläuterungen
Hautkrebs ab 35 Jahre alle zwei Jahre
Prostata und Genitalien ab 45 Jahre jährlich Tastuntersuchung
Darmkrebs ab 50 Jahre Abhängig von der gewählten Maßnahme Wahlrecht:
Entweder Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl (jährlich)
oder Darmspiegelung (Koloskopie) mit einer Wiederholung nach zehn Jahren
ab 55 Jahre Abhängig von der gewählten Maßnahme Wahlrecht:
Entweder Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl (alle zwei Jahre)
oder Darmspiegelung (Koloskopie) mit einer Wiederholung nach zehn Jahren

Besonderheit Hautkrebsvorsorge

Pigmentmale, auch Muttermale oder Leberflecken genannt, können von Geburt an vorhanden sein oder auch erst im Laufe des Lebens entstehen. An sich sind sie harmlos, doch besteht die Möglichkeit, dass sich aus ihnen eine bösartige Hautveränderung, der Hautkrebs, entwickelt. Je früher der Hautkrebs erkannt wird, desto höher sind die Heilungschancen.

Nach dem gesetzlichen Leistungskatalog haben deshalb Versicherte ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf das sogenannte Hautscreening. Diese Hautkrebsvorsorge wird im Rahmen des Gesundheits-Check-up angeboten.

Unser Extra zur Hautkrebsvorsorge

Viele Versicherte der BKK Technoform können das Hautscreening auch in Anspruch nehmen, wenn sie noch nicht 35 Jahre alt sind. Abhängig von der Region machen spezielle Versorgungsverträge mit der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung dies möglich.

Ihre Ansprechpartner

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